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So findest du das passende Zelt


Zeltberater: Das richtige Zelt für jeden Zweck
Mit dem richtigen Zelt kommst du entspannt durch die Nacht


1. Kaufkriterien

Die Auswahl eines Zeltes hängt von den individuellen Ansprüchen ab. Eines für alles gibt es nicht. Der überwiegende Einsatzzweck und der Preis bestimmen im Wesentlichen die Zeltkonstruktion.

Einsatzzweck und wichtige Anforderungen

Grundlegende Auswahlkriterien

2. Zelttypen


Großraum/Familienzelt

Trekkingzelt

Ideal für Rucksacktourismus jeder Art. Die kompakten Fliegengewichte bieten ein überragendes Raum-Packmaß-Verhältnis. Mittels Gummizug verbundene Gestänge machen Auf- und Abbau zum Kinderspiel. Konstruktion: Die Form (Kuppelzelt, Tunnelzelt) und die Konstruktion (Gestänge außen- oder innenliegend; einwandig oder doppelwandig) haben entscheidenden Einfluss auf den Anwendungsbereich.

Doppelwändige Zelte

Die gängigste Konstruktion. Ein wasserdichtes Außenzelt kombiniert mit einem atmungsaktiven Innenzelt.

Vorteil:
In Verbindung mit Belüftungsöffnungen am Außenzelt gute Belüftung. Kondensat schlägt sich nur am Außenzelt nieder, das Innenzelt bleibt trocken. Darüber hinaus isoliert diese Bauweise zusätzlich durch die Luftschicht zwischen Innen- und Außenzelt.


Beispiel für Familienzelt

Kaufberatung Familienzelt

Beispiel für Trekkingzelt

Kaufberatung Treckingzelt

3. Vor- und Nachteile der Zelttypen/-Materialien

Die einzelnen Zeltformen unterscheiden sich vor allem im Verhältnis Bodenfläche/Nutzfläche. Die nutzbare Fläche wird in 40 cm Höhe gemessen. Daneben unterscheiden sie sich unter anderem in der Zahl der zum Aufstellen benötigten Heringe.

Materialien

Neben der Form und Konstruktion sind vor allem auch die verwendeten Materialien und die Ausstattungsdetails eines Zeltes wichtige Auswahlkriterien.

Außenzelt

Beispiel:


4. Innenzelt-Materialien


Innenzelt-Materialien
Das richtige Material im Inneren des Zeltes entscheidet wie gut Feuchtigkeit entweichen kann.

Innenzelt-Materialien sind unbeschichtet, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Meist werden leichte, atmungsaktive Gewebe eingesetzt wie z.B. unbeschichtetes Nylon- oder Polyestergewebe, Baumwolle/Polyester (TC = Mix aus 35% Baumwolle + 65% Polyester)

5. Wasserdichtigkeit / Wassersäule

Wasserdichtigkeit bei Zelten wird als Wassersäule angegeben. Beim Materialtest wird Stoff unter einen Messzylinder gespannt. Der Zylinder wird mit Wasser gefüllt. Der Grenzwert, bei dem das Wasser beginnt, sich tröpfchenweise durch das Material zu drücken, bezeichnet die Wassersäule. Ab einer Wassersäule von 1.500 mm gilt ein Zeltstoff nach DIN-Norm als wasserdicht.

6. Beschichtungen

Mit Ausnahme von Baumwolle (bei Nässe quellen die Fäden auf, die Baumwolle verdichtet sich und die Zwischenräume im Gewebe schließen sich) werden Stoffe erst durch eine zusätzliche Beschichtung wasserdicht, verlieren dabei aber die Atmungsaktivität.


7. Boden


Zeltboden
Nicht nur bei steinigem Untergrund spielt der Boden beim Zelt eine wichtige Rolle

In punkto Strapazierfähigkeit und Wasserdichtigkeit werden an den Zeltboden höhere Anforderung als an das Außenzelt gestellt. Da der Boden wesentlich höheren mechanischen Belastungen ausgesetzt ist. Alleine das Knien im Innenzelt erzeugt hohen punktuellen Druck. Im Übrigen sollte der Zeltboden an den Seiten mindestens 10cm hochgezogen sein.

Verwendetet Materialien:

Zeltunterlage:
Eine Zeltbodenunterlage schützt den Zeltboden vor Schlamm, spitzen Steinen, Zweigen, Dornen, Wassereinbruch usw. Bei entsprechender Größe bleibt auch das Gepäck in den Apsiden trocken.

Verarbeitung:
Nähte sind potenzielle Schwachpunkte. Bei qualitativ hochwertigen Zelten hat sich die Doppelsteppstich-Kappnaht durchgesetzt. Beide Säume werden ineinander verhakt und durch zwei parallele Nähte verbunden. Die Naht läuft durch 4 Gewebeschichten. Die Nähte werden zusätzlich mit einem Nahtband versiegelt. Innenzelt-Aufhängepunkte werden speziell abgedichtet (Flap Tape-System). Alle Stresspunkte werden entweder durch Riegelnähte oder durch einen Rückstich zusätzlich gesichert.

Kondensation:
Kondenswasserbildung lässt sich durch ausreichende Belüftung reduzieren. Auch unter der Liegematte kann Feuchtigkeit kondensieren (kein Indiz für einen undichten Zeltboden!).

Gestänge:
Je nach Zelttyp und Preislage werden unterschiedliche Materialien verwendet.

8. Aufbauvarianten

Variante 1:
Erst Innenzelt, dann Außenzelt.
Vorteil: einfach, Innenzelt kann auch solo als Moskitoschutz verwendet werden und hat beim Abbau mehr Zeit zum Trocknen (s. Kondensfeuchtigkeit).
Nachteil: Aufbau bei Regen problematisch, da das Innenzelt feucht wird. Daher ideal für warme und trockene Gegenden.

Variante 2:
Außenzelt aufbauen, Innenzelt einhängen oder gleichzeitiger Aufbau von Außen- und eingehängtem Innenzelt.

9. Abbau

So wenig Falten, wie möglich (Knickbelastung).
Besser: Rollen!
Innenzelt: nass auf nass, schmutzig auf schmutzig falten (Zeltboden).

Tipp:
Das Auf- und Abbauen sollte vorab geübt werden, damit das Rucksackhotel auf Tour auch unter widrigen Bedingungen oder bei Dunkelheit schnell auf-/abgebaut werden kann. Zudem können zu diesem Zeitpunkt fehlende Heringe bzw. Abspannleinen noch ergänzt werden.

10. Auswahl-/Qualitätskriterien

11. Pflege/Lagerung

Das Zelt auf Tour nach Möglichkeit nicht nass verpacken. Nach der Tour das Zelt gut durchtrocknen. Schäden VOR dem Einlagern beseitigen. Das Zelt nicht in der Waschmaschine waschen. Schmutz mit feuchtem Lappen oder Schwamm entfernen. Kein Reinigungsmittel, Waschmittel, Fleckenwasser o.ä. verwenden.

Das Zelt sollte möglichst nicht im Packsack, sondern locker zusammengelegt, an einem nicht zu heißen und luftigen Ort, gelagert werden.