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Mountainbike, Rennrad, Trekkingbike – das sind die wichtigsten Unterschiede

Rauf auf den Berg? Ein langer Straßensprint? Oder doch lieber die gemütliche, ausgedehnte Fahrradtour? Für jeden Einsatzzweck gibt es das passende Fahrrad. Dabei kannst du mit Sicherheit etwas mit den Begriffen „Mountainbike“ oder „Rennrad“ anfangen – doch was sind eigentlich die wichtigsten Merkmale dieser Fahrradtypen? Und vor allem: Auf was solltest du beim Kauf achten?

Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, erläutern wir dir die drei wichtigsten Fahrradarten: Mountainbike, Rennrad und Trekkingrad. Du erfährst die Merkmale und Besonderheiten aller elementaren Bestandteile – vom Rahmen und der Größe der Räder, über Bremsen, Federung und Reifen bis hin zu Schaltung und Lenker.


Mountainbikes click to collapse contents

Hier wird schon durch den Namen klar, wo das Einsatzgebiet eines Mountainbikes liegt: in den Bergen. „Offroad“ auf Staub, Schotter und Schlamm. Auch wenn Mountainbikes häufig in Städten als Alltagsrad eingesetzt werden, die verschiedenen Komponenten dieses Fahrradtyps sind auf Wald- und Bergpisten ausgerichtet.


Mountainbikes - Merkmale und Eigenschaften

Wesentlichste Merkmale des Mountainbikes sind ein Rahmen aus besonders stabilem Material und eine extrem gute Federung. Weiter haben Mountainbikes im Vergleich zu anderen Fahrradtypen breitere Reifen mit starkem Profil für bestmöglichen Grip.

Grundsätzlich lassen sich die Einsatzzwecke von Mountainbikes unterscheiden zwischen:

  • All Mountain (AM): Einfache bis lange Bergtouren abseits geteerter Straßen auf normalen Wegen (mittleres Fahrradgewicht um die 15kg). Auch für den Einsatz auf schmalen Wegen (Singletrails) geeignet. Gut geeignet zur Bewältigung verschiedener Höhenmeter (70% Uphill, 30% Downhill).
  • Cross Country (XC/CC): Fahren auf unbefestigten Strecken (Federung Hardtail, niedriges Fahrradgewicht um die 10kg). Selten werden CC-Bikes auch für den schweren Trail verwendet. Einsatz hauptsächlich für lange Distanzen, weniger für anspruchsvolle Trails (90% Kilometer, 10% Trails).
  • Downhill (DH): Schnelle Abfahrten auf unbefestigten Strecken (Federung Fully, hohes Fahrradgewicht um die 16kg). Nicht für Uphill geeignet, sondern konzipiert für den Downhill auf extra angelegten Strecken mit Wurzelpassagen, Sprüngen, Steinfeldern (100% Downhill).
  • Enduro: Tourentaugliche Fullys mit großem Federweg (bis 180 mm), aber mit Fokus auf Trails: Der Berg wird für den Downhill-Trail erklommen (70% Trail, 30% Uphill).

Übrigens: Wer sein MTB gerne auch in der Stadt fahren möchte, sollte im Sinne der StVZO an eine Klingel sowie an abnehmbare Vorder- und Rücklichter denken.


Rahmen und Größe bei Mountainbikes

Der Rahmen eines Mountainbikes muss verschiedene Anforderungen berücksichtigen. Hier sind Stabilität und Langlebigkeit ebenso wichtige Faktoren wie niedriges Gewicht und Flexibilität. Im Gegensatz zu anderen Fahrradtypen fällt der Rahmen in der Regel etwas kleiner aus.

Die Hersteller verwenden heutzutage hauptsächlich Aluminiumlegierungen und Carbon für die Rahmen bei Mountainbikes. Die Verwendung von Stahl und Titan ist zwar deutlich geringer, dennoch haben auch diese beiden Materialien ihre Vorteile und kommen bei Kennern und fortgeschrittenen Fahrern gerne zum Einsatz.


Aluminium – das beliebte Leichtgewicht

Das meistverwendete Material ist Aluminium, das schon allein wegen des günstigen Preises und der unkomplizierten Verarbeitung bei den Herstellern sehr beliebt ist. In Kombination mit einer Legierung eines anderen Metalls, etwa Zink, erreicht das weiche Aluminium auch ausreichend Festigkeit für die Anforderungen an einen Mountainbike-Rahmen.

Noch wichtiger als die Legierung ist aber die Konstruktion des Rahmens durch dünnwandige, voluminöse Rohre, die niedriges Gewicht mit hoher Stabilität kombinieren.

Aluminium – Vor- und Nachteile

+ niedriges Gewicht
+ hohe Stabilität
+ günstiger Preis
– Festigkeit nur in Kombination mit Legierung
– geringere Dämpfung



Stahl – ausgeprägte natürliche Dämpfung

Doch nicht nur Aluminium, auch Stahl verwenden viele Hersteller im Rahmenbau, wenn auch deutlich seltener. Der große Vorteil von Stahl ist die natürliche Dämpfung von Schwingungen und Stößen. Durch den großen Querschnitt der Rohre sowie durch entsprechende Legierungen lässt sich die Festigkeit aber so weit erhöhen, dass sich das Rad nicht mehr verhält wie ein wildgewordener Bulle, der einen Rodeo-Reiter abwerfen will.

Nachteile von Stahl sind das hohe Gewicht und die Rostanfälligkeit des Materials, der durch spezielle Präparation entgegengewirkt werden muss.

Stahl – Vor- und Nachteile

+ gute Dämpfungseigenschaften
+ hohe Festigkeit
+ günstiger Preis
– hohes Gewicht
– geringe Rostanfälligkeit



Titan – teuer, aber leicht und flexibel

Die Probleme bei Stahl hast du mit Titan nicht. Einerseits ist es deutlich leichter als Stahl, andererseits bildet es eine Oxidationsschicht an der Oberfläche, die weiteres schadhaftes Rosten verhindert. Dennoch sorgt Titan durch seine Flexibilität für ein ähnlich bequemes Offroad-Fahren wie Stahl.

Der Haken dabei ist der Preis: Titanrahmen gelten als der „Rolls Royce“ unter den Metallrahmen und sind somit auch deutlich am teuersten.

Titan – Vor- und Nachteile

+ sehr leicht
+ keine Rostanfälligkeit
+ widerstandsfähig
– hoher Preis
– geringe Steifigkeit, Verformungsgefahr



Carbon – leichte, robuste Alternative zu Metall

Eine immer beliebtere Alternative zu einem Rahmen aus Metall sind Carbon-Rahmen. Anders als Alu- oder Stahlrahmen entwickelt sich die Kunststofftechnologie beim Rahmenbau rasant weiter. Auch wenn Herstellungsaufwand und -kosten höher als bei Aluminium sind, machen die vielversprechenden Möglichkeiten in Bezug auf geringes Gewicht, Robustheit und Flexibilität Carbonrahmen zum absoluten Trend in der Rahmenfertigung.

Nachteil eines Carbonrahmens ist, dass dieser bei einem Bruch sich nicht – wie bei einem Stahlrahmen – schweißen lässt, sondern ausgetauscht werden muss.

Carbon – Vor- und Nachteile

+ geringes Gewicht
+ hohe Steifigkeit
+ gute Dämpfung
– sprödes Material, Bruchgefahr
– höherer Preis



Empfehlungen für den Rahmenkauf

Pauschale Empfehlungen bei der Rahmenwahl zu geben, ist schwierig. Allerdings kannst du beim Kauf ein paar Dinge berücksichtigen:

  • Wenn du dir unsicher bist ist, greife zum Allrounder Alu – auch wenn die Dämpfung vielleicht etwas schwächer und die Steifigkeit höher ist im anderen Vergleich zu Rahmentypen, das Preis-/Leistungsverhältnis bei Alu ist unschlagbar.
  • Wenn du vor allem bei Abfahrten Wert auf eine gute Dämpfung legst, bist du mit Stahl, aber auch Carbon gut beraten. Stahl bedeutet bergauf allerdings aufgrund des höheren Gewichts auch kräftig in die Pedale treten.
  • Titan hat leider seinen Preis, dafür ist es aufgrund seiner Leichtigkeit und Langlebigkeit eine tolle Investition für fortgeschrittene Fahrer – sowohl bergauf wie bergab. Bei Stürzen besteht allerdings eine erhöhte Verformungsgefahr.
  • Carbon hat wie Titan hervorragende Eigenschaften in allen Belangen, ist aufgrund des Preises aber eher etwas für den fortgeschrittenen Kenner. Vorsicht: Bei einem Materialschaden besteht Bruchgefahr.

Die richtige Rahmengröße bei Mountainbikes finden

Die richtige Rahmengröße für dein Mountainbike ermittelst du am besten durch die Multiplikation der Schrittlänge (von der nackten Fußsohle bis zum Damm gemessen)

  • mit dem Faktor 0,226 für die Rahmenhöhe in Zoll oder
  • mit dem Faktor 0,56 für die Rahmenhöhe in Zentimetern.

Beispiel: Hast du eine Schrittlänge von 80cm ergibt sich daraus eine Rahmengröße von 18 Zoll bzw. 46cm.


Federung

Durch den zumeist holprigen Untergrund ist die Federung bei Mountainbikes extrem wichtig. Grundsätzlich wird hier zunächst zwischen Hardtails und Fullys unterschieden.


Federung bei Hardtail-MTB

Hardtails

Bei Hardtails befindet sich die Federung an der Radgabel des Vorderrads. Sie sind in der Regel etwa 1 bis 2 kg leichter als vergleichbare Fullys und damit für uphill-orientierte Biker und Cross-Country-Fans erste Wahl. Federwege zwischen 80 und 110 mm bieten minimalen Komfort und sind eher für die Stadt und Forstwege geeignet. Möchtest du allerdings knifflige Wurzeltrails und leichte, „verblockte“ Downhill-Passagen meistern, benötigst du schon höhere Federwege.

Übrigens lassen sich die Federgabeln meist entweder direkt an der Gabelkrone oder vom Lenker aus einfach per Knopfdruck blockieren (Lock-out bzw. Remote Lock-out). So lässt sich beispielsweise das unerwünschte, ineffiziente Wippen der Gabel im Wiegetritt verhindern. Darüber hinaus punktet das Hardtail gegenüber dem Fully mit einem geringeren Wartungsaufwand.


Fullys

Fullys haben eine Federung zwischen dem Rahmen und dem Hinterbau. So punkten sie gerade bei rasanten Bergab-Fahrten durch großen Fahrspaß und Sicherheit dank ständigen Bodenkontakts auch bei Schlaglöchern und extrem holpriger Fahrbahn. Durch die effektiv aufeinander abgestimmte Vorder- und Hinterbaudämpfung mit verstellbaren Federwegen zwischen 80 und 160 mm (im Freeride- bzw. Downhillbereich sogar bis über 200mm vorne wie hinten) werden selbst heftige Schläge einfach „geschluckt“. Das bringt Sicherheit und Fahrspaß.

Allerdings liegt das Gewicht bei Fullys im Schnitt auch ein bis zwei Kilo über dem von Hardtails, was sich in Bergauf-Abschnitten bemerkbar macht. Aber selbst auf ruppigen Bergauf-Passagen kann die rückenschonende „Sänfte“ aufgrund der federungsbedingt ausgezeichneten Traktion inzwischen Pluspunkte sammeln, was den Gewichtsnachteil gegenüber einem Hardtail relativiert.


Hardtail Fully
+ Geeignet für leichteres Gelände und lange Strecken
+ Geringes Gewicht
+ Niedrigerer Preis
+ weniger Wartungsarbeiten
+ Geeignet für schwieriges Gelände
+ Gute Dämpfung und Kontrolle
+ Hohe Sicherheit
+ Höhere Geschwindigkeiten

Eine wichtige Unterscheidung ist noch zu treffen zwischen MTBs für Crossrennen sowie für Downhill: Da die Fahrer bei Crossrennen auf leichte Bikes achten müssen, kommen hier vor allem sog. Luftfederungen zum Einsatz. Bei Abfahrten spielen wiederum Stabilität und Festigkeit eine wichtige Rolle, weshalb hier in der Regel Stahlfederungen verwendet werden. „Gewichstfetischisten“ finden aber im Downhill-Bereich auch Gabeln und Dämpfer als Luftfederungen.


Bremse

Wer bremst, verliert? Das ist natürlich Quatsch! Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall: Je besser man bremsen kann, desto schneller kommt man ins Tal. Daher sind die Scheibenbremsen ein entscheidender Teil eines Mountainbikes; nicht nur im Hinblick auf den Fahrspaß, sondern vor allem auch auf Sicherheit. Aus diesem Grund sind Felgenbremsen bei Mountainbikes auch heutzutage kaum noch anzutreffen.

Als Faustregel gilt dabei: Je größer der Durchmesser der Bremsscheibe (160 bis 203 mm), desto höher Bremskraft und Standfestigkeit – aber natürlich auch das Gewicht der Scheibe. Das heißt, bei einer 200mm-Bremsscheibe brauchst du weniger Kraftaufwand zum Bremsen als bei einer kleineren Scheibe und die Standfestigkeit ist auch bei schwereren Fahrern gegeben; dafür lässt sich die Bremskraft bei kleineren Scheiben besser dosieren und sie wiegen weniger.

Verzögert wird im Einstiegsbereich überwiegend mit zuverlässigen Felgen- (V-Brakes) oder mechanischen Scheibenbremsen. In der Mittelklasse und im ambitionierten Sportbereich verbauen die Hersteller inzwischen nahezu ausschließlich hydraulische Scheibenbremsen. Neben einer generell höheren Bremsleistung ist vor allem das Nassbremsverhalten der Scheibenbremsen ausgezeichnet.


Reifen

Typische Radgrößen bei Mountainbikes sind 26, 27,5 und 29 Zoll. Vorteile einer kleinen Größe sind Agilität und ein schneller Antritt. Für die 29-Zoll-Variante spricht hingegen das ruhigere Rollverhalten. Im All-Mountain- sowie Cross-Country-Bereich geht der Trend dabei immer mehr hin zum 29-Zoll.


MTB-Reifen: Zollgröße entscheidet über das Rollverahlten

Wichtiger Faktor bei der Reifenwahl ist die Reifenbreite. Breitere Reifen bieten ein besseres Rollverhalten und größere Traktion, allerdings auf Kosten des höheren Gewichts. Wegen der unterschiedlichen Anforderungen bieten viele Hersteller mittlerweile verschieden aufgebaute Hinter- und Vorderreifen an: Beim antreibenden Hinterreifen setzt man besser auf gute Rolleigenschaften, um Kraft zu sparen, also auf weniger Grip und feineres Profil. Der Vorderreifen bremst und lenkt, daher ist hier hoher Grip und ein gut greifendes Profil wichtig.


Schaltung und Lenker

Der Standard bei Mountainbike-Schaltungen ist eine Kettenschaltung mit Dreifach-Übersetzung und bis zu 30 Gängen. Allerdings wird auch eine Zweifach-Übersetzung immer beliebter, bei der du mit 20 Gängen ausgestattet bist. Zudem wird am All-Mountain-Bike gerne eine Kettenführung verwendet, um bei schnelleren Downhills die Kette auf den Ritzeln zu behalten. Bei DH-Bikes gibt es meist nur ein Ritzel mit Kassete 7/8-Fach und kurzem Schaltwerk.

Lenker sind bei Mountainbikes in der Regel zwischen 70 und 76 Zentimeter lang und fast nie gerade geformt. Sie haben einen Rise (leichte Verformung des Lenkers nach oben), Backsweep (Verformung des Lenkers zum Fahrer hin) und einen Upsweep.


Typische Merkmale bei Mountainbikes

  • konzipiert für starke Belastungen
  • Leichte und kleinere Rahmen aus stabilen Materialien
  • Starke Federung
  • Federung vorne (Hardtail) oder vorne und hinten (Fully)
  • Scheibenbremsen (in der Regel hydraulisch)
  • Breitere Reifen mit stark ausgeprägtem Profil
  • Reifengrößen in 26, 27,5 und 29 Zoll
  • 20- bzw. 30-Gang- Kettenschaltung
  • Gerade geformte, breite Lenker

Rennräder click to collapse contents

Bei Rennrädern ist alles auf Geschwindigkeit ausgelegt, weshalb Rennräder die Leichtgewichte unter den Fahrrädern sind. Die Konstruktion eines Rennrads zeichnet sich vor allem durch extrem leichte Aluminium oder Carbon-Rahmen sowie aerodynamische Bestandteile aus. Auch die profillosen Reifen sind ein typisches Merkmal der Racer.


Rennräder aus Aluminium- oder Carbon-Rahmen

Das Gewicht eines guten Rennrads bewegt sich zwischen 7 und 9,5 Kilo – selbst in der unteren bis mittleren Freizeit-Racer-Kategorie. Bei den Premium-Modellen sind sogar Gewichte unter 5 Kilogramm möglich.

Der Einsatzbereich eines Freizeit-Racers reicht vom individuellen Ausdauer- und Fitness-Training über Radtouristik-Veranstaltungen (RTFs) und Radmarathons bis hin zu Jedermann-Rennen. Ideal für alle, die viele Stunden im Sattel sitzen.

Um das Gewicht so weit wie möglich zu reduzieren, verzichten Rennräder fast vollständig auf eine Ausstattung wie z.B. Gepäckträger, Klingel oder Lichter. Möchtest du also mit dem Rad in der Stadt bzw. bei Nacht unterwegs sein, musst du entsprechend der Straßenverkehrsordnung eine entsprechende Ausstattung separat anbringen.


Rahmen und Größe bei Rennrädern

Der Rahmen eines Rennrads ist ebenfalls fest, muss aber nicht ganz so robust sein wie der eines Mountainbikes, da hier die Straße und nicht der raue Berghang der natürliche Einsatzbereich ist.

Entscheidende Komponenten für den Rahmen sind ein niedriges Gewicht für eine leichte Beschleunigung und eine hohe Steifigkeit für eine hocheffiziente Kraftwiedergabe vom Fahrer an die Räder. Daher ist der Rohrdurchmesser der Rahmen bei Rennrädern kleiner als bei Mountainbikes; das spart Gewicht und die geringere Robustheit fällt bei einem Rennrad nicht negativ auf.

Als Rahmenmaterial kommen vorzugsweise hochwertige Aluminiumlegierungen oder immer häufiger das formbare, noch leichtere, aber deutlich teurere Carbon zum Einsatz. Weitere Materialien, die für Rennrad-Rahmen verwendet werden, sind Stahl oder Titan wie bei den Mountainbikes.


Material Eigenschaften
Aluminium + günstiger Preis
+ geringes Gewicht
+ Langlebigkeit
- geringere Dämpfung
- Schäden auch bei leichten Stürzen möglich
Stahl + gute Dämpfung
+ hohe Steifigkeit
- höheres Gewicht
- höherer Preis
Titan + gute Dämpfung
+ Langlebigkeit
- höherer Preis
Carbon + geringes Gewicht
+ gute Dämpfung
+ hohe Steifigkeit
- höherer Preis
- höhere Bruch- und Rissgefahr bei Stürzen

Die richtige Rahmengröße bei Rennrädern finden

Zur Ermittlung der Rahmenhöhe messe deine Schrittlänge und multipliziere diesen Wert mit dem Faktor 0,66. Rahmen von Rennrädern sind in der Regel höher als die Rahmen von Mountainbikes.

Beispiel: Bei einer Schrittlänge von 80 cm ergibt sich eine Rahmenhöhe von 52,8 cm.

Wenn du auch an Wettkämpfen teilnehmen möchtest, ist es für eine aerodynamerische Position sinnvoll, vom Ergebnis noch ein bis zwei Zentimeter abzuziehen.


Federung

Bei Rennrädern wird generell auf eine Federung verzichtet. Einerseits ist sie durch den Haupteinsatz eines Rennrads auf Teerstraßen und den dadurch natürlichen ruhigen Lauf der Räder nicht wirklich notwendig und andererseits wird bei dem Aufbau von Rennrädern alles der Gewichtsminimierung untergeordnet. Der Verzicht auf Federungen spart dabei wichtige Gramm.


Rennrad auf Abfahrt

Ausnahmen sind sogenannte Marathon- bzw. Langstrecken-Rennräder, die auch oft Komfort-Rennräder genannt werden. Diese verfügen in der Regel über eine Federung und ein stärkeres Dämpfungsverhalten. So sind Marathon-Rennräder auf besonders lange Touren ausgerichtet.


Bremse

Das klassische Bremssystem am Rennrad sind Felgenbremsen. Doch auch Scheibenbremsen (mit 140 oder 160mm-Scheiben) verbauen die Hersteller mittlerweile bei Rennrädern. Wo aber liegen die Vor- und Nachteile der beiden Bremssysteme?


Bremskraft

Felgenbremsen sind im Vergleich zu Scheibenbremsen etwas leichter. Der Unterschied bewegt sich allerdings im Grammbereich. Bei der Bremskraft liegt die Scheibenbremse gerade bei Nässe gegenüber der Felgenbremsen vorne.


Wartung

Der Wartungsaufwand ist hingegen bei Felgenbremsen gleich null, abgesehen vom einfachen Austausch der Bremsbeläge. Bei Scheibenbremsen ist mehr technisches Know-how gefragt. Auch hier müssen die Beläge gewechselt werden, hinzu kommt eventuell die Entlüftung des Hydrauliksystems oder das Justieren der Bremsbeläge. Auch der Preis liegt bei Scheibenbremsen etwas über dem von Felgenbremsen.

Es lässt sich festhalten:

  • Felgenbremsen haben leichte Vorteile in Sachen Gewicht, Wartungsaufwand und Preis.
  • Scheibenbremsen liegen in der Bremskraft vorne, insbesondere bei langen Bergab-Passagen oder Nässe.

Reifen

Bei Reifen von Rennrädern galt lange: je dünner, desto besser. Diese bis zu 18mm schmalen Reifen mussten dann extrem stark aufgepumpt werden, um einen Durchschlag, also das Durchdrücken der Felge bis auf den Untergrund, zu verhindern.


Rennradreifen: Trend geht zu dickeren Reifen

Bild: istock/technotr


Heute geht der Trend zu dickeren Reifen, was mehrere Gründe hat: Die Pannenanfälligkeit des Reifens durch weniger benötigten Luftdruck sinkt und das Rollverhalten ist gleich gut – der Wohlfühlfaktor auf dem Rad steigt somit deutlich. Der Standard liegt heute bei 23 bis 25 Millimeter dicken Reifen – manche auch bis zu 28mm –, die entweder vollkommen glatt (Slicks) oder mit feinem Profil ausgestattet sind.


Schaltung und Lenker

Standard im Rennradbereich sind Zweifach-Kettenschaltungen (2-fach-Kurbel mit 50/34-Kettenblatt vorne und Ritzelpaketen mit bis zu 28 Zähnen hinten), was bei Anstiegen aber stark in die Beine gehen kann. Daher ist auch eine Dreifach-Schaltung mit 30er-„Rettungsring“ (z.B. 52/42/30) eine tolle Sache; das zusätzliche Kettenblatt bringt zwar etwas Gewicht mehr auf die Waage und das Schalten erfolgt nicht mehr ganz so reibungslos, dafür tritt man bergauf deutlich leichter in die Pedale – selbst lange Steigungen jenseits der 15% verlieren ihren Schrecken.

Die Schalthebel sind oft mit den Bremshebeln kombiniert und in der Regel kann bis zu drei Gänge auf einmal nach oben geschaltet werden; das ermöglicht eine extreme Beschleunigung.

Rennradlenker sind Bügellenker, das heißt, am Ende der Lenkstange verlaufen Bügel nach unten, was dem Fahrer eine tiefere, windschnittigere Position ermöglicht. Umwickelt sind die Stangen mit Lenkerband, was für höheren Grip sorgt und die Handballen sowie -gelenke schont. Darüber hinaus können ambitionierte Fahrer beim Lenker auch auf eine individuell passende Lenkerbreite achten; diese beträgt ein paar Zentimeter mehr als die Schulterbreite.


Sitzposition

Wichtig bei Rennrädern ist die Sitzposition des Fahrers. Diese muss zum einen aerodynamisch für maximale Geschwindigkeit sein und zum anderen möglichst bequem sein, um den Fahrer nicht bei längerer Belastung zu ermüden.

Wesentlichstes Merkmal für eine aerodynamische Sitzposition ist der Sattel, der in der Regel höher eingestellt ist als der Lenker. Aber auch die Rahmengeometrie hat Einfluss auf die Position des Fahrers. Deshalb ist besonders bei ungeübten Rennradfahrern ein gründliches Testen verschiedener Rahmen und Lenker- sowie Satteleinstellungen notwendig, um die bestmögliche Position auch für längere Touren zu finden.


Typische Merkmale bei Rennrädern

  • Sehr leichte Rahmen aus stabilen Materialien wie Alu oder Carbon
  • Generell durchwegs leichtere Komponenten verbaut
  • Typisches Gewicht um die 6 bis 9 kg, Premium-Modelle sogar noch leichter
  • Starre Gabeln anstatt Federungen (Ausnahme Marathon-Rennräder)
  • Felgenbremsen für Gewichtsersparnis, Scheibenbremsen für bessere Bremskraft (z.B. bei Abfahrten)
  • Dünne Reifen mit wenig ausgeprägtem Profil (für widrige Bedingungen empfehlen sich Reifen mit feinem Profil).
  • Reifengröße in 28 Zoll
  • In der Regel Zweifach-Kettenschaltung, aber auch Dreifach-Schaltungen gebräuchlich
  • Bügellenker für windschnittigere Position
  • Schmaler Rennsattel, höher eingestellt als der Lenker für aerodynamische Position

Trekkingbikes click to collapse contents

Das Trekkingrad ist weniger ein Spezialist, sondern vielmehr der Packesel und Allrounder unter den Fahrradtypen. Es eignet sich für den Einsatz im alltäglichen Stadtverkehr genauso wie für lange Touren auf Rad- und Forstwegen. Trekkingräder ähneln Mountainbikes, haben jedoch schmalere Reifen und eine Grundausstattung wie Licht, Schutzblech und Gepäckträger; so ist die uneingeschränkte Alltags- und Tourentauglichkeit im Bereich der Straßenverkehrsordnung gegeben.


Trekkingbikes: Allrounder im Alltag

Bild: istock/kapulya


Die aufrechte Sitzposition, eine Federgabel, die zuverlässige Kettenschaltung und leicht rollende, moderat profilierte Reifen (meist 28 Zoll) sorgen für Fahrkomfort auf langen Strecken – selbst, wenn der Untergrund nicht immer asphaltiert ist. Allerdings schafft der eher breiter gefasste Einsatzbereich des Trekkingrads ein eigenes Anforderungsprofil mit dem Fokus eher auf Robustheit als auf einem geringem Gewicht.


Rahmen und Größe bei Trekkingrädern

Dies zeichnet sich schon beim Rahmen ab: Gewicht und Steifigkeit sind hier weniger von Belang, da Trekkingräder durch ihren Aufbau und das Gepäck für längere Touren sowieso keine Leichtgewichte sind. Und auch schnelle Antritte, für die ein steifer Rahmen nötig sind, gehören nicht zum Aufgabenbereich von Trekkingrädern.

Material

Daher ist ein Trekkingrad-Rahmen aus Metall zu empfehlen; das bruchanfälligere Carbon bleibt den Mountainbike- und Rennrad-Rahmen vorbehalten. Aluminium ist der mit Abstand am häufigsten verwendete Rohstoff, da er leicht zu verarbeiten und dadurch günstig ist. Zudem ist Alu mit entsprechenden Legierungen und Rohrdurchmessern sehr robust.

Auch Stahl und Titan eignen sich hervorragend für Trekkingrad-Rahmen, allerdings liegen sie im Preis teils deutlich höher und Stahl ist im Gegensatz zu Aluminium anfällig für Rost.

Die richtige Rahmengröße bei Trekkingrädern finden

Die Höhe des Rahmens lässt sich durch das Messen der Schrittlänge von der Fußsohle in den Schritt herausfinden. Multipliziere die so ermittelte Länge mit dem Faktor 0,65 und du erhältst einen guten Richtwert für die Höhe des Rahmens.

Beispiel: Bei einer Schrittlänge von 80 cm ergäbe sich dieser Rechnung zufolge eine Höhe von 52 cm.


Federung

Da Trekkingräder meist auf den Straßeneinsatz ausgerichtet sind, ist eine Federgabel nicht obligatorisch vorhanden wie etwa bei einem Mountainbike. Sattelfederung und breite Reifen sorgen für genügend Fahrkomfort auf mehr oder weniger ebenen Wegen. Bist du allerdings viel auf Waldwegen unterwegs und rumpelst durch so manches Schlagloch, ist eine Federung natürlich ein angenehmer Bonus.

Tipp: Interessant können Federgabeln für ein Trekkingbike auch dann sein, wenn du viel in Altstädten unterwegs bist – denn auf den oft mittelalterlich geprägten Straßenzügen mit ihren unruhigen Kopfsteinpflastern wirst du schnell mal ordentlich durchgeschüttelt.

Achtung: Wenn du für lange Touren viel Gepäck mitnehmen möchtest und deshalb auch einen Gepäckträger vorne an deinem Rad anbringen willst, solltest du auf eine Federgabel verzichten; der federnde Effekt ist durch das zusätzliche Gewicht vorne nicht mehr gegeben.


Bremsen

Scheibenbremsen sind bei Trekkingrädern erste Wahl, da sie durch ihre hohe Bremskraft gerade bei langen Bergabfahrten und schwerem Gepäck den Fahrer entlasten. Wegen des oftmals hohen Gewichts solltest du Scheiben mit einem Durchmesser von 180 Millimetern verwenden.


Trekkingbike: Optimal für ausgedehnte Fahrradtouren

Bild: istock/Henrique NDR Martins


Allerdings: Scheibenbremsen sind anfällig für Beschädigungen bei unsachgemäßem Transport des Fahrrads sowie besonders wartungsintensiv. Vor allem nach dem Gebrauch des Fahrrads im Winter solltest du die Bremsen jährlich einem Check unterziehen, da Schnee und Kälte den Bremszangen zusetzen können.

Vorsicht ist auch geboten, wenn du selbst Wartungsarbeiten mit Kettenöl und weiteren Pflegeprodukten durchführst. Gelangen diese Mittel in Kontakt mit den Bremsbelägen, können diese Verunreinigungen die Bremskraft deutlich reduzieren – das gilt auch bei der Felgembremse.

Eine weitere oft genutzte Variante bei den Bremsen sind sogenannte V-Bremsen. Diese sind gegenüber den Scheibenbremsen günstiger, allerdings für den sportlicheren Gebrauch nicht geeignet.


Reifen

Bei der Reifenwahl solltest du gerade bei Trekkingrädern und ihrem vielfältigen Einsatz ein paar Fragen beantworten:

  • Fährst du hauptsächlich auf Asphalt (kein oder sehr feines Profil) oder auch auf schlechten oder unbefestigten Wegen (tieferes Profil)?
  • Bevorzugst du lieber einen leichteren oder einen langlebigeren, dafür schwereren Reifen?

Die Beantwortung dieser Fragen ist wichtig, da es den perfekten Allrounder-Reifen, der pannensicher, leicht rollend und auch abseits der Straße griffig ist, leider nicht gibt. Daher musst du für dich entscheiden, welcher der Anforderungen für dich wichtig ist und wo das Haupteinsatzgebiet deiner Trekkingreifen liegen soll.


Größe der Reifen

Die Größe der Reifen reicht bei Trekkingrädern von 26, über 27,5 und 28 bis hin zu 29 Zoll. Je kleiner ein Rad, desto leichter kannst du anfahren und beschleunigen. Für größere Reifen spricht ein ruhigeres und komfortableres Fahrgefühl.


Schaltung, Lenker und Sattel

Bei Trekkingrädern kommt häufig eine Kettenschaltung zum Einsatz. Allerdings ist es auch sinnvoll, sich über eine Nabenschaltung bei einem neuen Rad für längere Touren oder den Einsatz in der Stadt Gedanken zu machen; denn Nabenschaltungen haben einerseits den Vorteil weniger wartungsanfällig zu sein, andererseits kannst du mit ihnen den Gang wechseln ohne zu treten. Dies ist gerade im langsamen Stadtverkehr mit viel Anhalten und Losfahren eine Überlegung wert.


Lenker mit leichter Biegung

Die Lenker der Trekkingräder sind entweder nur mit leichter Kröpfung (Biegung) nach hinten geformt, vergleichbar mit einem Mountainbike-Lenker, oder sind in Richtung des Fahrers gebogen, was für eine aufrechtere und dadurch noch bequemere Sitzposition sorgt.


Sattel mit angenehmer Federung

Auf langen Touren benötigst du einen bequemen Sattel. Hier bieten die Hersteller heutzutage Modelle mit bequemer Sitzpolsterung und einer ausreichenden Federung.


Typische Merkmale bei Trekkingrädern

  • Stabile Rahmen aus Aluminium oder Stahl
  • Grundausstattung vorhanden für Gebrauch laut StVZO
  • Zweifach-Kettenschaltung bzw. Nabenschaltung
  • Grundsätzlich starre Gabeln, Federungen je nach Einsatzart sinnvoll
  • Scheibenbremsen mit mindestens 180 Millimetern Durchmesser
  • Typische Reifendurchmesser: 26 bis 28 Zoll
  • Meist schmalere Reifen
  • Lenker mit leichter Biegung für angenehme Körperhaltung